21.03.2019, News

15. März 2019: Besuch von Abt Dr. Maximilian Heim OCist

Cor ad cor loquitur (Das Herz spricht zum Herzen)

– Schüler mit dem Herzen ansprechen Am Gedenktag des Hl. Klemens Maria Hofbauer, dem 15. März, besuchte der Abt des Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz, Abt Dr. Maximilian Heim, begleitet von zwei Novizen, unsere Schulgemeinschaft. Wir sind sehr froh und dankbar, dass er uns am vergangenen Freitag damit bereits zum zweiten Mal, nach der feierlichen Einweihe unserer Schule im September 2017, die Ehre erwies, zu uns nach Trumau zu kommen. Er wurde durch seinen Mitbruder, unseren Schulseelsorger P. Pio Suchentrunk in der Früh in der byzantinischen Kapelle im Schloss Trumau herzlich begrüßt und feierte sodann mit uns den wöchentlichenSchulgottesdienst.   Bedingt durch den Gedenktag, 15. März, wurde dem Patron Wiens und großen Seelsorger, Hl. Klemens Maria Hofbauer in der Hl. Messe ein besonderes Augenmerk geschenkt und sein Leben, Geist und Wirken der Schulgemeinschaft in der Predigt nähergebracht: Nur Mut, Gott lenkt alles (Hl. Klemens Maria Hofbauer)Geboren am 26. Dezember 1751 in Taßwitz in Südmähren (heute Tasovice in Tschechien) wünschte sich Johannes Dvorák, der spätere Klemens Maria Hofbauer, schon von Kindesbeinen an, Priester zu werden. Nachdem es seinen Eltern leider nicht möglich war, ihm diese Ausbildung zu finanzieren, gelang es ihm mit Hilfe wohlwollender Unterstützer sich diesen sehnlichsten Traum zu verwirklichen. Nach abgeschlossener Bäckerlehre bekam er zunächst eine Anstellung im Prämonstratenserstift Klosterbruck und konnte damit dort auch die Klosterschule besuchen. In dieser Zeit pilgerte er dreimal nach Rom, entschied sich für ein Leben als Eremit und nahm den Namen Klemens Maria an. Sein Theologiestudium begann er 1779 an der Universität Wien und beendete es bei den Redemptoristen in Rom. Gemeinsam mit seinem Freund Thaddäus Hübls trat er in den Redemptoristenorden ein und empfing aufgrund des abgeschlossenen Studiums wenig später die Priesterweihe. Gemeinsam mit seinem Freund wurde er beauftragt in Wien eine Niederlassung zu gründen, musste aber erkennen, dass er im josephinischen Wien zunächst keine Wirkungsmöglichkeit fand und zog nach Warschau. Im Kloster St. Benno in Warschau entstand unter seiner Mitwirkung unter anderem eine Schule für arme Kinder sowie ein Waisenhaus. 1788 wurde Klemens Maria Hofbauer von seinem Orden zum Generalvikar für den Norden Europas ernannt. Sein Wirken drang von Warschau aus bis nach Süddeutschland und in die Schweiz. Er gründete neue Ordensniederlassungen sowie ein Priesterseminar und widmete sich stets intensiv der Individualseelsorge. In Folge der Napoleonischen Kriege und der Besetzung Polens musste Klemens Maria Hofbauer  Polen verlassen und kehrte 1807 nach Wien zurück, wo er zunächst kurzfristig verhaftet wurde, nach seiner Freilassung aber sofort mit der religiösen Erneuerung in Wien begann. Er ließ die Liturgie wieder glanzvoll aufleben, wurde ein beliebter Beichtvater und Gesprächspartner für alle Bevölkerungsschichten und kümmert sich intensiv um die Armen. Der „Apostel von Wien“ starb am 15. März 1820 in Wien und wurde am 20. Mai 1909 von Papst Pius X. heiliggesprochen. Im Anschluss an die Hl. Messe begleitete uns der Hochwürdigste Herr Abt Dr. Heim in das Schulgebäude und nahm sich viel Zeit, um jede Klasse zu besuchen, mit den Schülerinnen und Schülern ausführlich zu sprechen und ihre zahlreichen, sehr interessierten Fragen zu beantworten. Dabei ging es sowohl um ganz praktische Fragen, etwa das mönchische Leben betreffend, um Fragen zu seiner Biographie und um persönlich tiefgehende Lebensfragen, wie etwa die nach der inneren Berufung. Die Schülerinnen und Schüler konnten von diesen Gesprächen wieder sehr profitieren. Daher freuen wir uns ganz besonders über seine Zusage, uns von nun an regelmäßig, nämlich jährlich, zu besuchen. Wir sind dankbar für die gelebte Verbundenheit des Stiftes Heiligenkreuz, insbesondere seines Abtes, zur Schola Thomas Morus. Christus, der Sohn Gottes ward wie wir, damit wir werden wie er (Hl. Klemens M. Hofbauer)

 
Tugend des Monats

Ehrfurcht

"In der Ehrfurcht verzichtet der Mensch auf das, was er sonst gern tut, nämlich in Besitz zu nehmen und für die eigenen Zwecke zu gebrauchen. Statt dessen tritt er zurück, hält Abstand. Dadurch ensteht ein geistiger Raum, in welchem das, was Ehrfurcht verdient, sich erheben, frei dastehen und leuchten kann." (Romano Guardini)