Pädagogik

„Wahrhafte Bildung lässt uns das Leben lieben und öffnet uns für seine Fülle." (Papst Franziskus)

Die Schola Thomas Morus (STM) ist ein katholisches Gymnasium, das auf dem sogenannten klassischen Lehrplan beruht, der sehr wohl auch die Inhalte des österreichischen Gymnasiallehrplanes umfasst, diese aber tiefer und ganzheitlicher zu vermitteln versucht. Die Schule hat einen Lehrplan entwickelt, der mit Hilfe der sogenannten STM-Pädagogik umgesetzt wird. Die STM-Pädagogik unterscheidet sich von anderen Lehrmethoden durch 3 Hauptpunkte:

1)     Die Anordnung der Arbeitsplätze im Klassenzimmer sowie die Anzahl der Kinder in einer Klasse: Dadurch werden die ersten notwendigen Voraussetzungen für eine offene und stetige Kommunikation zwischen Lehrendem und Lernendem geschaffen. Die Anordnung der Arbeitsplätze bildet ein Halbrund (U-Form). Die Anzahl der Kinder ist auf  maximal 15 beschränkt. Diese Kombination von Raumordnung und Schüleranzahl ermöglicht nicht nur einen direkten Augenkontakt zwischen Lehrendem und Lernendem, sondern fördert in hohem Maße die Zusammenarbeit zwischen den Schülerinnen und Schülern untereinander und verhindert, dass Kinder am Unterricht nicht teilnehmen.

2)     Die Art des Unterrichts und das Erarbeiten des Lehrstoffes: Der Unterricht zielt nicht nur darauf ab, das entsprechende Fachwissen zu vermitteln, sondern bietet den Kindern sofort die Möglichkeit, durch Rückfragen (u.a. bei Verständnisschwierigkeiten) aktiv in den Lernprozess einzusteigen. Die STM-Pädagogik schafft während des Unterrichts Raum für das individuelle Gespräch zwischen dem Lehrenden und dem Lernenden sowie den Schülern untereinander. Das ist deshalb so wichtig, da die einzelnen Schülerinnen und Schüler auf individuelle Art und Weise einen Zugang zum Lehrstoff erhalten und diesen somit für sich selbst besser erarbeiten können. Durch diese je eigene Art der Aneignung des Stoffes zeigen sich möglicherweise auch unterschiedliche Zugänge, die für die ganze Klasse eine Bereicherung darstellen. 

3)     Der Diskurs – denken und argumentieren lernen: Die STM-Pädagogik zielt darauf ab, dass Kinder frühzeitig lernen, ihre Gedanken zu ordnen, ein Argument aufzubauen und einen geordneten Diskurs zu führen. Die Kinder lernen (im Unterschied zum raschen Äußern einer Meinung), einen Sachverhalt (dieser ist von Fach zu Fach verschieden) Schritt für Schritt in all seinen Facetten zu analysieren und zu verstehen. Diese Pädagogik schärft das Zuhören, die Genauigkeit des Denkens und die präzise Argumentation. Natürlich geht es in der STM-Pädagogik auch darum, dass der Lehrende die Denkansätze der Kinder immer wieder auf das Hauptthema des Unterrichtes zurückführt.

Die STM-Pädagogik ist in erster Linie „eine Schule des Denkens“, die sich durch alle Fächer durchzieht und die die Voraussetzungen dafür schafft, dass die Kinder (als Vorbereitung auf ihr späteres Leben) komplexe Zusammenhänge in der Tiefe besser analysieren und erkennen lernen. Kurz gesagt, die drei oben stehenden Punkte zielen darauf ab, dass die Kinder selbständig denken und begreifen lernen, um den jeweiligen Sachverhalt logisch und geordnet durch-argumentieren zu können. Der Zugang zum Lehrstoff, der durch diese Pädagogik vermittelt wird, gibt den Kindern ein „Erkenntnis-Instrumentarium“ in die Hand, das sich auf die eine oder andere Art bei der Lösung von Aufgaben, die unsere komplexe Welt stellt, als sehr dienlich erweisen wird. Kinder und Heranwachsende werden gerne von Erwachsenen eingeladen, am Gespräch teilzunehmen oder mitdenken zu dürfen. Dieses Mitdenken und Mitdiskutieren muss jedoch gelernt werden. Eine ganz wesentliche Aufgabe der Lehrenden an der Schola Thomas Morus besteht darin, die Kinder auf diesem Weg des Denkens, des Begreifen und des Argumentierens ernst zu nehmen und adäquat zu begleiten.

Tugend des Monats

Dankbarkeit

Geben und Danken, die den Menschen aus dem Funktionieren der Maschine wie aus dem Triebsystem des Tieres herausheben, sind ja in Wahrheit der Widerhall von etwas Göttlichem. Denn dass die Welt überhaupt besteht und so unerschöpfliche Fülle umfasst, versteht sich in keiner Weise von selbst, sondern ist, weil es gewollt wurde; ist Tat und Werk.

Romano Guardini